Die Radioretter
Initiative für Kultur im Rundfunk
                                                                                                                                                               

Radioretter-Blog

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Mi, 23.05.2012

2. Offener Brief der Radioretter an Monika Piel

An die Intendantin des
Westdeutschen Rundfunks
Frau Monika Piel


Sehr geehrte Frau Piel,

vor drei Monaten schrieben wir Ihnen einen Offenen Brief, den mittlerweile fast 19.000 Hörerinnen und Hörer unterzeichnet haben (…) Statt auf unsere sachliche Kritik zu antworten, schickten Sie Untergebene wie Ihren Hörfunkdirektor vor. Diese beschäftigen sich vor allem mit Angriffen auf die Unterzeichner. (…)

Wenn wir Ihren Hörfunkdirektor nach Ideen und Konzeptionen fragten, erging er sich in Floskeln und Allgemeinplätzen, in denen er den weiteren Programmabbau als „Modernisierung“ feierte. (…)

Von Gebühren finanziert, bestünde die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks darin, der Gesellschaft ein Forum zur Selbstverständigung zu verschaffen. Das würde Phantasie, Kreativität und ein sensibles Gespür für gesellschaftliche, politische und kulturelle Entwicklungen voraussetzen. (…) Die Veränderungen, die Sie und Ihr Hörfunkdirektor bei WDR 3 vornehmen wollen, zielen jedoch auf das direkte Gegenteil. (…)

Auf diese Weise verweigern Sie sich drängenden gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen, sperren Sie sich hartnäckig allem, was zu einer gesellschaftlichen Orientierung beitragen könnte. Weit davon entfernt, gegenwärtig zu sein, ist Ihre Programmpolitik deshalb in Wahrheit schon jetzt eine der Vergangenheit. Aus ihr spricht der neoliberale Geist der 90er Jahre. Im besten Fall werden die hartnäckigen Verteidiger dieses Irrwegs einfach vom Wähler oder Hörer abgewählt. Wahrscheinlicher aber werden Desintegration, Politikverdrossenheit und Demokratiefeindlichkeit verstärkt. (…)

Ganzer Brief als PDF


Sa, 26.05.2012

Neues im Pressespiegel


Do, 24.05.2012

Deutschlandfunk kopiert WDR

Kein anderer Sender hat in den letzten Jahren von den Programmreformen der Landesrundfunkanstalten mehr profitiert als das Deutschlandradio. Während man in den Ländern mit dem Umbau hochwertiger Kulturprogramme zu beliebigen Begleitprogrammen die Stammhörer frustrierte und keine neuen Hörer gewinnen konnte, profilierte sich insbesondere der Deutschlandfunk als hochwertiges, verlässliches und anspruchsvolles Einschaltprogramm, bei dem sowohl an Kultur und Musik wie an Information interessierte Hörer ihre Radioheimat fanden. Doch nun hat auch der Intendant des nationalen Hörfunks seinem Haus einen „Strategieprozess“ verordnet und eine externe Unternehmensberatung mit der „Prozesssteuerung“ beauftragt.

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Mi, 23.05.2012

Die Radioretter in der Presse

Kuschelige Kontrolleure – Die Gremien der ARD verweigern ihre Aufsichtspflicht“: Max Morlok auf den Nachdenkseiten, 21.5.2012

Die Radioretter von WDR 3 geben nicht auf“: Radioszene, 22.5.2012


19.5.2012

„Streitbar 14“ nachhören

Audiomittschnitt von „STREITBAR 14: RETTET DAS KULTURRADIO JETZT!“ am 9.5.2012:
Download als mp3 (110 MB), ogg (91 MB)