Die Radioretter
Initiative für Kultur im Rundfunk
                                                                                                                                                               

Radioretter-Blog

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Mi, 17.10.2012

Abrissbirne: Die ARD gehört nicht Frau Piel

Stefan Niggemeier kritisiert, wie Monika Piel den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu Gunsten privater Verleger und gegen das Interesse der Gebührenzahler schwächt.

Die ARD gehört nicht Frau Piel“, stefan-niggemeyer.de, 1.4.2012


30.3.2012

Brief an WDR-Intendantin Monika Piel:
Kritik an Einschüchterungsversuchen gegen WDR-Mitarbeiter

Die „Initiative für Kultur im Rundfunk“ hat in einem Schreiben die WDR-Intendantin Monika Piel dazu aufgefordert, weitere Einschüchterungsversuche gegen Unterzeichner eines WDR-internen Briefes zu unterbinden. In diesem Brief laden die Unterzeichner (deren Namen wir nicht veröffentlichen) dazu ein, „mit den Programmmitarbeitern des ganzen Hauses die öffentliche Kritik an der Verflachung des Programms zu diskutieren und gemeinsam zu überlegen, wie das öffentlich-rechtliche Profil unseres Senders neu geschärft werden kann, um die Zukunft unseres Hauses zu sichern“. Zudem bitten die Unterzeichner im Zusammenhang mit der geplanten WDR 3-Reform darum, „dass sich die Hörfunkdirektion die Zeit nimmt für die Entwicklung einer Reformalternative, in der die bislang ignorierten Bedenken und Anregungen der Mitarbeiter Eingang finden“. Die Namen der aus dem Bereich der Fernsehdirektion stammenden Unterzeichner des Briefes wurden auf einer Sitzung von der Fernsehdirektorin vorgelesen. – Brief der WDR-Mitarbeiter; Brief der „Radioretter“ an Monika Piel


23.3.2012

Programmausschuss-Vorsitzende kündigt Arbeitsgruppe an

Die Vor­­sit­­­zen­­­de des WDR-Pro­­­gramm­­­aus­­­schus­­­ses Pe­­­tra Kam­­­mer­­­e­­­vert (SPD) hat am Mitt­­­woch, 21. März, im „Köl­­­ner Stadt­­­an­­­zei­­­ger“ die Bil­­­dung ei­­­ner Ar­­­beits­­­grup­­­pe an­­­ge­­­kün­­­digt, die in Zu­­­sam­­­men­­­ar­­­beit mit der WDR-Hör­­­funk­­­di­­­rek­­­tion die nächs­­te Sit­­zung des Gre­­miums vor­­be­­rei­­ten soll. Die Pro­­­gramm­­­re­­­form, so Kam­­­mer­­­e­­­vert im Köl­­ner Stadt­­an­­zei­­ger, kön­­­ne man „nicht ewig auf­­­schi­e­­ben“. Am Tag zu­­vor, am 20. März, war im WDR-Pro­­­gramm­­­aus­­­schuss die Dis­­­kus­­­sion über die von der WDR-Ge­­schäfts­­lei­­tung ge­­plan­­te Pro­­­gramm­­­re­­­form des Kul­­tur­­ra­­dios WDR 3 we­­­gen ei­­­ner Er­­­kran­­­kung des Hör­­­funk­­­di­­­rek­­tors ver­­­tagt und die Bil­­dung der Ar­­beits­­gru­p­­pe be­­schlos­­sen wor­­den. Nach In­­for­­ma­­tio­­nen der „Ra­­dio­­ret­­ter“ wird sie sich am 2. April kon­­sti­­tu­­ie­­ren.
Die Ini­­ti­­a­­ti­­ve hält ei­­ne Ar­­beits­­grup­­pe der Kon­­troll­­gre­­mien Rund­­funk­­rat bzw. Pro­­gramm­­aus­­schuss für pro­­ble­­ma­­tisch, wenn die­­se Ar­­beits­­grup­­pe nur mit der WDR-Ge­­schäfts­­lei­­tung zu­­sam­­men­­ar­­bei­­tet und so die Zu­­stän­­dig­­kei­­ten ver­­wischt wer­­den. Sie plä­­diert für ei­­ne Ar­­beits­­grup­­pe, die un­­ab­­hän­­gig von der WDR-Ge­­schäfts­­lei­­tung und de­­ren ein­­sei­­ti­­gen In­­ter­­es­­sen bleibt &‐ und Ver­­tre­­ter der Ini­­ti­­a­­ti­­ve, der Re­­dak­­teurs­­ver­­tre­­tung und der freien und fes­­ten Pro­­gramm­­ma­­cher, aber selbst­ver­ständ­lich auch die WDR-Ge­­schäfts­­lei­­tung in die Be­­ra­­tun­­gen ein­­be­­zieht. Zu der ge­plan­ten wie zu den vo­ran­ge­gan­ge­nen Re­for­men auf WDR 3 gibt es Hun­der­te von De­tail­fragen. Ein gro­ßer Teil da­von liegt dem Pro­gramm­aus­schuss in­zwi­schen schrif­tlich vor. Zu­nächst aber gibt es ei­ne Rei­he von grund­sätz­li­chen Fra­gen, auf die In­ten­danz und Hör­funk­lei­tung bis­lang eben­falls je­de Ant­wort schul­dig blei­ben: Wa­rum die­se über­stürz­te „Reform“? Wa­rum die Öf­fent­lich­keit tau­sen­der Hö­rer und vie­ler Kul­tur­schaf­fen­der nicht zu Wort kom­men las­sen? Wa­rum die Chance zer­stö­ren, ei­ne ein­ge­hen­de De­bat­te über Auf­ga­ben und For­men des öf­fent­lich-recht­li­chen Rund­funks und sei­ner Kul­tur­pro­gram­me zu füh­ren – um dann die rich­ti­gen Schluss­fol­ge­run­gen da­raus zu zie­hen? All dies wür­de nicht zu­letzt zu ei­ner Stär­kung des öf­fent­lich-recht­li­chen Rund­funks bei­tra­gen. Er wä­re zur Sa­che der Öf­fent­lich­keit selbst ge­wor­den. Und was wä­re wün­schens­wer­ter?


20.3.2012

Radioretter, Kulturschaffende, Programmmacher und Mitglieder des Programmausschusses:
Gespräch im Museum Ludwig

Am Mon­­­tag, 19. März, hat­ in Köln ein Ge­­­spräch zwi­­­schen „Ra­­­dio­­­ret­­­tern“, pro­­­mi­­nen­­­ten Ver­­­tre­­­tern des Kul­­­tur­­­le­­­bens in NRW und Mit­­­glie­­­dern des WDR-Pro­­­gramm­­­aus­­­schus­­­ses statt­­­ge­­­fun­­­den. Ge­­­la­­­den wa­­­ren auch Frei­e Au­­­to­­­ren und die WDR-Re­­­dak­­­teurs­­­ver­­­tre­­­tung. Ver­­tre­­ter der Ini­­ti­­a­­ti­­ve – u.a. Ri­­­chard Da­­­vid Precht, Kas­­­per Kö­­­nig, Rein­­­hard Goe­­­bel oder Die­­­trich Le­der – for­­der­­ten ei­n Mo­­­ra­­­to­­­ri­­­um der ge­­­plan­­­ten Pro­­­gramm­­­re­­­form und plä­­dier­­ten mit lei­­den­­schaft­­li­­chen Ar­­gu­­men­­ten für ei­­nen Rich­­tungs­­wech­­sel des seit ei­­­nem Jahr­­­zehnts ein­­­ge­­­schla­­­ge­­­nen „Re­­­form­­­kur­­­ses“ für das Kul­­tur­­pro­­gramm WDR 3. Am sel­­­ben Tag er­­­hiel­­­ten die Mit­­­glie­­­der des WDR-Pro­­­gramm­­­aus­­­schus­­­ses ei­­­nen von der „Ini­­­ti­­­a­­­ti­­­ve für Kul­­­tur im Rund­­­funk“ ver­­­fass­­­ten „Hand­­­zet­­­tel“ mit ei­­­ner aus­­­führ­­­li­­­chen Dar­­stel­­lung der ge­­­plan­­­ten neu­­­sten Ver­­än­­­de­­­run­­­gen auf WDR 3.


16.3.2012

Kritik an Reform der WDR 2-Regionalberichterstattung

Die im Januar umgesetzte Reform der Regionalberichterstattung auf WDR 2 stößt nicht nur bei vielen Hörern im Land, sondern auch bei vielen Mitarbeitern auf große Kritik. Sie haben nun ein Papier zur WDR 2-Reform verfasst, das wir hier veröffentlichen. Zeigt es doch, dass fundierter, gut recherchierter, fachkompetenter Journalismus und der Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht nur auf WDR 3 in Gefahr sind. (Die Autorinnen und Autoren sind uns bekannt, ihre Namen werden aber nicht veröffentlicht, um sie nicht in Schwierigkeiten zu bringen.)