Die WDR-Leitung hat am Sonntag, 13. Mai 2012, im Internet ihre aktualisierten Pläne für die Veränderungen bei WDR 3 zusammengefasst.
Die Hausmitteilung zeigt, dass die öffentlichen Diskussionen der vergangenen Wochen spurlos an der Hierarchie des Senders vorbeigegangen sind. So behauptet sie wahrheitswidrig, die geplanten Veränderungen seien „intensiv in den betroffenen Redaktionen und mit den Gremien des WDR diskutiert worden“. Richtig ist, dass die Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen von WDR 3 im November 2011 einen Brief an die Hörfunkdirektion unterzeichnet haben, in dem sie – vergeblich – forderten, sich vor organisatorischen Veränderungen zunächst „auf die künftigen Inhalte und Aufgaben“ von WDR 3 zu verständigen. Richtig ist auch, dass im März – neben anderen WDR-Kollegen – wiederum die Mehrheit der WDR-3-Mitarbeiter einen Brief an die Intendantin unterzeichnet hat, in dem darum gebeten wurde, „dass sich die Hörfunkdirektion Zeit nimmt für die Entwicklung einer Reformalternative, in der die bislang ignorierten Bedenken und Anregungen der Mitarbeiter Eingang finden“. Und bei einer WDR3-Wellensitzung mit Monika Piel am 3. Mai wurden die Reformpläne und die fehlende Diskussionsbereitschaft von fast allen anwesenden Mitarbeitern kritisiert. Bei den nun vorgestellten neusten Plänen, in die angeblich „einige Ergebnisse der Diskussion der vergangenen Monate“ eingeflossen sind, handelt es sich tatsächlich nur um kosmetische Korrekturen.
Komplette Stellungnahme der Radioretter